"Utopie im Vakuum"

So heißt dieser Kunstexperiment von 

Elisaweta Sliwinska 
• Konzeption des Projektes
• Illustration und Fertigstellung der Objekte

und 

Olga Komarova
• Konzeption des Projektes
• Fundraising
• filmische Begleitung


Was passiert ist?​​​​​​​

10 Teilnehmer einzeln und anonym trafen in ein Zimmer ein. Im Zimmer wurden den Teilnehmern eine Couch, eine Decke und eine Schlafmaske angeboten. Das 10-minutige Experiment fing an. Im zweiten Raum sitzt die Illustratorin mit Kopfhörern an. Die Stimme des Teilnehmers ist für Sie verändert worden, um durch die Stimme nicht beeinflusst zu werden. Beide können einander nicht sehen. Das Interview fing folgend an:
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Mit welchem Gefühl bist du gekommen?
Bist du ruhig, interessiert, entsetzt, nervös, verliebt oder anderes?
Unser Experiment heißt „Utopie im Vakuum.“
Du bist, wer du bist in der bestimmten Realität mit einer bestimmten Vorgeschichte. Jetzt wollen wir eine andere, unmögliche Realität schaffen. Stell dir vor, auf einmal verschwindet alles. Es gibt nichts, nur weißer Raum ohne Ecken und Kanten um dich herum. Kein Licht, kein Geräusch. Es gibt nur deinen Gedankenlauf. Du fängst von vorne an dich und die Realität zu gestalten. Du musst dich visuell kreieren. Du kannst alles sein, Mensch, Objekt, Flüssigkeit, Insekt, Hart oder weich. Erlaubt ist jede Farbe, Zustand, Konsistenz. Du kannst jemand oder etwas sein, was für dir gerade wohltut.
Da es um dich herum nichts gibt, gibt es auch keine Reaktion von außen darauf.
Keine Konsequenzen, vorwürfe, gutes oder schlechtes. Macht die Augen bitte zu. Was siehst du? Was ist das? Hat es eine Farbe, Größe, Geräusch? Nach dem du ES geworden bist, fängt die Umgebung an, auf dich zu reagieren und verfärbt sich. Welche Farbe ist es? Bist du statisch oder dynamisch?...

In den nächsten 10 Minuten entstand ein Bild im Kopf des Teilnehmers. Die Illustratorin zeichnete das Bild.

Ziel des Experiments:

Wir setzten uns selbst öfters die Grenzen im Kopf: “Das darfst du nicht“, „dies kannst du nicht“, „Träume nicht rum“, „spiel nach den Regeln“, „Das interessiert doch keinen“, usw.
Sehr oft erlauben wir uns nicht zu fantasieren. Sogar im eigenen Kopf wollen wir unsere Gedanken kontrollieren. Diese 10 Minuten erlaubten jedem Teilnehmer den Gedanken so zu fließen, wie sie gerade entstehen, ohne Beurteilung von der Außenwelt. Die kurze Zeit erlaubte im Kopf ein Schaffner zu sein und eine ganze Welt neu und unmöglich kreieren zu können. Also eine Utopie. Und da es keine Beurteilung darauf folgte, ist es eine Utpioe im Vakuum.





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